Minden– in der ungarischen Sprache bedeutet das Wort „minden“ ins Deutsche übersetzt „alles“ und  genau das bietet die Stadt auch. Im Jahre 798 wurde die Kreisstadt  Minden das erste Mal urkundlich erwähnt. Siedlungsfunde an mehreren Stellen des Stadtgebietes lassen aber vermuten, dass Minden schon seit dem 3. Jahrhundert v.Chr. besiedelt war. Das Markt-, Münz und Zollrecht wurde der Stadt im Jahr 977 verliehen. Für Sachverständige für Immobilien ist das über 1200 Jahre alte Minden, mit einer historischen Altstadt, eine große Herausforderung. Rund um den Dom St. Gorgonius stehen Bauten und Gebäude aus dem 16. Jahrhundert und ein Spaziergang durch die Ober- und Unterstadt und durch die kopfsteingepflasterten kleinen Gassen wird zum Erlebnis. Als die schönste Hallenkirche Deutschlands gilt der mehr als 1000-jährige Dom wo romanischer und gotischer Baustil vereint wurden. Im Dom fand die Trauung von Heinrich des Löwen und der zwölfjährigen Mathilda von England im Jahre 1168 statt. Die durch Krieg zerstörten Gebäude wurden wieder aufgebaut und restauriert. Das Stadtbild wird geprägt von Gotik, Romanik, Weserrenaissance, Historismus und Klassizismus. Hier befindet sich auch das Alte Rathaus aus dem 13. Jahrhundert, mit einem der ersten Laubengänge in der Region. Bei Immobilienbewertung ist auch der Begriff „Weserrenaissance“ interessant. Dieser wurde im 20. Jahrhundert eingeführt und beschreibt die Verarbeitung von Sandstein, in einem eigenen Stil, an den Fassaden der Bürgerhäuser.

Wohlstand und Reichtum erlangte Minden durch die Handelsstraßen, der schiffbaren Weser und dem Mittelandkanal. Die modernen Mindener Häfen sind hier am europäischen Kanalwegesystem angeschlossen, wo Binnenschiffe ihre Güter umschlagen. 1906 wurde nach langer Planung ein gigantisches Bauwerk begonnen – das Wasserstraßenkreuz. Seit 1914 führt eine 341 Meter lange Brücke und rund 13 Metern Höhendifferenz, den Mittellandkanal über die Weser. Damit ist Minden ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt und das wird auch bei Gutachten und Wertermittlung berücksichtigt. Der Ausbau des Industriehafens und dem Containerumschlag trägt zu der positiven Entwicklung der Schifffahrtsverbindung mit Bremerhaven und Hamburg bei und ermöglicht einen Direktverkehr mit Skandinavien. Es werden Schifffahrten angeboten bei denen man Kanalbrücke, Schachtschleuse und Pumpwerk gezeigt bekommt. Es fährt auch wieder ein Raddampfer auf der Weser und dem Mittellandkanal. Das „Wappen von Minden“ ist 54 Meter lang und das einzige dampfbetriebene Passagierschiff auf der Weser.

In Minden befindet sich auch ein botanischer Garten. Dieser wurde auf dem Areal des Alten Friedhofs angelegt, der 1904 umgewidmet wurde. In Minden und der Umgebung wurden viele alte Mühlen wieder rekonstruiert und wurden zur Westfälischen Mühlenstraße zusammengeschlossen.

Sieben Brücken überspannen die Stadt und die erste wurde 1258 erstmals urkundlich erwähnt.

Das in Minden stehende Kaffeemuseum bezieht sich auf die 100-jährige Firmengeschichte des Kaffeeproduzenten Melitta, die hier ebenfalls ansässig sind. 1953 wurde in Minden die Europäische Autorenvereinigung Die Kogge wiederbelebt. 1924 gegründet und 1933 verboten, bilden etwa 170 Autorinnen und Autoren mit 17 Ländern die Autorenvereinigung. Bei der jährlichen Zusammenkunft wird der Literaturpreis der Stadt Minden verliehen.

Sollte jemand nicht an der Geschichte und den Bauten dieser Stadt interessiert sein, dem bietet der Potts Park eine Alternative. Der Freizeitpark bietet Jung und Alt viele Spiel- und Spaßattraktionen.